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D. [wie Devil]
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25 MaiUnitymedia Horizon Recorder

Langsam krabbeln

Vor einiger Zeit, als wir zum zweiten Mal Doctor Who durchgeschaut haben und fast schon zur klassischen Serie übergegangen sind, habe ich angefangen zu recherchieren, wo denn eigentlich die neue achte Staffel ausgestrahlt werden wird. Und so kam ich auf den amerikanischen Sender Fox. Nachdem das mit dem BBC iPlayer nichts geworden war, gab es leider nur noch eine (offizielle) Möglichkeit, die Serie in deutsch und in HD zu schauen – nämlich über diesen besagten Sender. Leider gehörte der Sender zur Gattung Pay-TV, und so suchte ich nach den möglichen Übertragungswegen. Außer über Sky wurde der Sender auch im Kabelfernsehnetz des Unitymedia übertragen. „Ach wie schön“, dachte ich, und informierte mich eingehend über die Möglichkeiten, die mir als einem Kunden zustanden.

Die Dame am Telefon tat ihren Job sehr gut, leider wollte sie auf meine Bitte, mir kein Super-All-In-Paket anzubieten und bitte keine Werbung zu machen, nicht so recht eingehen. Die Mitarbeiter wurden zwar inzwischen aus den osteuropäischen Ländern wieder nach Deutschland geholt („Service made in Germany“), wurden aber womöglich dahingehend getrimmt, dass sie ihre Angebote und Produktinformationen auch dann fehlerfrei und in einem Atemzug raushauen, wenn man bei ihnen um halb-drei Uhr nachts anruft. Umso enttäuschter war sie, als ich ihr geantwortet habe, dass ich mir alles in Ruhe überlege und mich dann wieder melde. Die Enttäuschung wurde mit einem „Guten Tag“ und langen, schnellen Pieptönen aus dem Telefonhörer nur noch bestätigt.

Erste Schritte

Dann, als eine Zeit verging, und ich meinen inneren Schweinehund („Schon wieder Geld ausgeben!“) besiegt habe, habe ich mich wieder auf die Suche gemacht. Die Recherche hat ergeben, dass für den Empfang der Pay-TV-Sender ein Receiver und eine Smartcard von Unitymedia vonnöten sein wird; dieses Ensemble würde dann mit zusätzlichen 10 Euro monatlich zu Buche schlagen, und so rief ich wieder die Kundenbetreuung an, um mir ein gutes Angebot zu machen.

Dort erfuhr ich, dass im Rahmen einer aktuellen Aktion, das gesamte Set und noch mehr für 20€ im Monat mehr zu haben ist, plus gibt es als Sahnehäubchen noch zusätzliche Bandbreite oben drauf. Von den 10€ für die Pay-TV-Sender mitsamt einem einfachen Kabel-Recorder wurde dann ein Paket aus der Horizon-Box, die, anstatt des einfachen HD-Receivers (bei dem übrigens die USB-Ports deaktiviert wurden), die vierzigfache Festplattenkapazität aufweist (nicht dass ich jemals Sendungen aufnehmen würde, aber mehr ist ja meistens gleich besser, zumindest laut Amerika), eine HD-Option für alle Sender – auch für Pay-TV und ProSiebenRTL-Geraffel, sowie die meiste Bandbreite, die man aus dem Unitymedia Anschluss ziehen konnte. Meine Eltern folgten dem Beispiel und fuhren das Upgrade ebenso durch.

Laufen, …

Die neuen Geschwindigkeit wurde wenige Tage später geschaltet. Beim Browsen ist kein signifikanter Unterschied festzustellen, beim Speedtest jedoch reicht der Tacho nicht mehr aus, sodass der Zeiger ständig an der Wand hängt. Im Laufe dieses Experimentes wurde auch festgestellt, dass man über Ethernet eine deutlich schnellere Verbindung bekommt, auch wenn man über WLAN-N verbunden ist.

Nachdem die Box dann auch gekommen war, gab es zunächst einmal einige Anläufe, bevor sie in Betrieb genommen wurde. Unitymedia folgt dem Ikea-Prinzip und erstellt Anleitungen nur noch in Piktogrammen. Das erspart Kosten für den Übersetzer.

Die Box wurde dann, nach langem Hin-und-her an das Coax-Kabel angeschlossen, der mit dem anderen Ende an dem Y-Verteiler hängt, der wiederrum zur Wanddose geht. Der TV-Buchse enger Nachbar ist die Fritz!Box. Und dann ging’s ans Eingemachte. Die Box fand die Netzwerkverbindung über das Kabel (das eingerichtete WLAN wies sie mit einem ironischen Lächeln dankend ab) und installierte sich selbst sowie alle Sender. Dann ging das Vergnügen los.

… fallen …

Nun ja, das mit allen Sendern war auch wörtlich gemeint. Die Box holte alle Sender rein, die wir abonniert und nicht abonniert hatten. Sender löschen? Fehlanzeige. Sender sortieren? Ebenso. Oh, man kann die Sender als Favoriten eintragen. Aber wo sind sie? Oh, vor allen anderen. Und wie greife ich auf sie zu? Zunächst auf den letzten offiziellen, und dann einfach weiterschalten.

Einfach ist aber alles Andere als einfach einfach.

Okay, man kann die Sender nicht sortieren, sondern muss herum zappen. Kann die Box wenigstens ins LAN streamen? Nein, aber es gibt ein Web-Zugang, damit man seine Sender auch im Bett noch schauen kann. Wirklich alle? Nein, nur die, für die die Lizenz vorhanden ist. Fox und einige andere gehören nicht dazu – leider.

… und wieder aufstehen.

Okay, so schlecht ist es nicht wirklich. Die Box verrichtet ihren Dienst. Ja, es ist etwas nervig, dass man die Sender nicht sortieren kann, und dass man nicht ins LAN streamen kann. Die Box kann aber bis zu vier Sendungen gleichzeitig aufnehmen – auch wenn man dann die Werbung nicht überspringen kann. Des Weiteren bietet sie auf der Rückseite der recht klobigen und unhandlichen Tastatur eine vollwertige QWERTZ an. Und wer weiß – vielleicht gibt es ja bald ein Update.

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